Plant-for-the-Planet pflanzt nur zur Regenzeit von Juni/Juli bis Dezember/Januar. In den täglich erstellen Pflanzberichten wird festgehalten, wie viele Bäume welcher Arten am jeweiligen Tag gepflanzt wurden. Darüber hinaus wird das Wachstum der Bäume protokolliert. In der Trockenzeit von Januar/Februar bis Mai/Juni pflegen die Arbeiter die gepflanzten Bäume, bereiten die nächsten Aufforstungen vor, bessern Wege aus und erledigen fällige Reparaturarbeiten.
Bei der Wiederaufforstung in Yucatán werden ausschließlich regionaltypische Arten gepflanzt, die die vormalige Bewaldung des Geländes berücksichtigen und das heimische Ökosystem stützen. Die Anwachsrate der jungen Bäume beträgt 94 %, viermal so viel, wie in Mexiko auf vergleichbaren Pflanzungen üblich. Bäume, die das erste Jahr nicht überstehen, werden durch neue Setzlinge ersetzt.

Baumarten in der Wiederaufforstrung
Es werden verschiedene Baumarten gepflanzt, denen gemeinsam ist, dass sie für die Wiederaufforstung in Mexiko von hohem Wert sind. Sechs heimische Spezies sind aktuell die Haupt-Baumarten in der Wiederaufforstung.
Sie alle sind regionaltypisch und gedeihen somit auch gut. Wo noch alte Bäume existieren, werden diese in die Pflanzung integriert, sie spenden den jungen Bäumen Schatten.
Die Pflanzflächen werden so vorbereitet, dass die Bäume schon im idealen Abstand von 3-4 Metern zueinander wachsen. Ein späteres Ausdünnen ist somit nicht nötig. Das Pflanzen in exakten Abständen erleichtert das Freilegen der jungen Pflanzen. Das ist bis zu 20-mal erforderlich, damit die Bäume sich gut entwickeln können.

Mischung der Arten innerhalb einzelner Flächen
Auf den meisten Flächen werden, wenn die Bodenbedingungen dies zulassen, verschiedene Arten in Reihen gepflanzt. Wo zwischen bestehenden Bäumen gepflanzt wurde, gibt es auch altersunterschiedliche Bestände.
Wo gänzlich neu gepflanzt wird, bedeutet dies, dass mehr als eine Art in einem Bestand ist. Die nebenstehende Karte zeigt am Beispiel der bereits vollständig bepflanzten „Rancho 1“, wie Baumsorten kombiniert und in flächig variierenden Zusammensetzungen gepflanzt wurden.
Die kleinen Quadrate markieren dabei immer eine Fläche von 100 x 100 Metern.

Bodenbedingungen in Yucatán
Die Flächen in Mexiko bringen unterschiedliche Gegebenheiten mit sich. Beispielsweise wird die Wasserqualität durch die Art des Bodens und andere Faktoren beeinflusst. In Yucatán enthält das Wasser aufgrund der Bodennährstoffe Kalzium und Magnesium. Darin unterscheidet sich Yucatán von anderen Gebieten in Mexiko.
Auf der nebenstehenden Karte (der rote Rahmen markiert die aufgeforstete „Rancho 1“) ist zu erkennen, dass eine Lagune (blau), Lehmboden (gelb), Felsgrund (orange) und steinige Böden mit Humusschicht (lila) innerhalb dieses Areals zusammentreffen.

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Quelle Bild/Grafiken: Plant-for-the-Planet